Countdown Nr. 1 läuft ab
Noch eine Woche, sprich fünf Arbeitstage. Dann ist es soweit.
Endlich beginnt mein mittlerweile sehr herbeigesehnter Mutterschutz (es wird doch alles sehr anstrengend mit zunehmender Kugel). Dieser beginnt vom Gesetz her sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin (27.02) und endet acht Wochen nach dem tatsächlichen Geburtstermin. Das Nachher interessiert mich eher weniger, denn dann bin ich ja sowieso erstmal arbeitslos - so lange wie ich eben zu Hause bleiben will. Und danach kann ich - wenn alles gut geht - wieder in meiner alten Kanzlei in Prenzlauer Berg arbeiten. Naja schauen wir mal, was das nächste Jahr so bringt!
Countdown Nr. 2 beginnt dann mit Ablauf dieser Woche, dann sind es noch rein theoretisch sechs Wochen bis zur Geburt, was für uns bedeutet: Kliniktasche packen, Babysachen sortieren, waschen, einräumen und ggf. nachkaufen sowie hibbelig auf die ersten Anzeichen für Geburtswehen warten. Oder hoffen? Beim ersten Kind soll es ja öfters mal etwas länger dauern. Ich habe mir also vorgenommen, mir nicht den 27. Februar als Ziel zu setzen, sondern schon eher an einen Termin im März zu denken. Aber ob ich das noch kann? Man hofft ja doch, dass man den kleinen bald bei sich hat - also so richtig, nicht nur im Bauch (wo er sich gekonnt mit seinen Füßchen von Mamis Rippen abstößt, bravo!) Die “heiße” Phase beginnt also auch bald. Nur wer ist nervöser? Die werdende Mama oder der werdende Papa…? Manchmal bin ich mir da nicht so sicher.
Meiner Schwiegermami hat schon den Wunsch geäußert, man möge sie doch bitte informieren, wenn es los geht. Egal wann, egal wo! Sie will dabei sein, zumindest will sie vor dem Kreißsaal warten. Einmal auf der anderen, “zitternden” Seite sitzen und nicht selber drinnen liegen/stehen was auch immer. OK, kann sie gerne haben, dann hat der Papa auch ein bisschen seelische und moralische Unterstützung, sollte diese benötigt werden. Wahrscheinlich werden wir sie eh anrufen, damit sie uns ins Krankenhaus fährt. Denn ein eigenes Auto haben wir nicht; mit den öffentlichen Verkehrsmitteln möchte ich nicht unbedingt mit Wehen fahren; ein Taxi hat zwar Transportpflicht, allerdings wird sich der Taxifahrer bedanken, sollte ich seine Rücksitze aufgrund einer geplatzten Fruchtblase versauen und wenn ich den Krankenwagen rufe, dann kommt der zwar und ich muss nicht einmal etwas dazubezahlen, aber dieser bringt mich dann auch in die nächste Klinik - und die entspricht in meinem Falle nicht meiner Wunschklinik. Meine Mami wird natürlich auch sofort informiert. Sie will ja sogar mit IN den Kreißsaal (das werden wir aber erst noch einmal sehen…). Das mag ein Bild sein: Vor der Tür die beiden werdenden Omas die vielleicht hibbelig den Gang auf und ab laufen, hinter der Tür die pressende und schreiende Mama, die sich mit ihren Fingernägeln wahrscheinlich in Papas Armen verewigt… Hach ja, irgendwie freu ich mich darauf. Natürlich nicht auf die Schmerzen, aber auf das Ergebnis!
Tags: Mutterschutz | Schwangerschaft | Kreißsaal | Wehen | Schmerzen | Papa | Entbindungstermin |





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