Hauptsache erschrecken
Paul mag Guckuck-Spiele. Wobei er es, denke ich, nicht wegen dem Verschwinden und Wiederkommen so toll findet, sondern eher, weil man ganz plötzlich hinter einem Gegenstand wieder auftaucht und “Guckuck” ruft. Dann zuckt er zusammen und kreischt vor Vergnügen. Hauptsache erschrecken also.
Dass Paulchen eine Vorliebe für Kabel jeglicher Art hat, ist ja nichts Neues. Nun interessieren ihn aber auch Lampen sämtlicher Art. Dazu müssen diese nicht einmal an sein. Wenn ich mit ihm auf dem Arm durch die Küche laufe, schaut er hoch zur Decke und starrt die Lampe an. Egal in welche Richtung ich gehe, der Kopf wird so gedreht verrenkt, dass die Lampe zu sehen ist. Auch im Kinderzimmer, was momentan noch das Büro des Papas ist, steht eine höchst interessante Stehlampe. Kein Vorbeigehen, ohne diese nicht mindestens einmal zu berühren. Und im Wohnzimmer die Stehlampe aus Reispapier erst… Ohhh, welch Lampenparadies.
Auch das Robben wird perfektioniert. Immer wieder schiebt er die Knie hoch, so dass der Popo in der Luft ist und er auf fast im Vier-Füßler-Stand ist. Gestern versuchte er dann die recht große Schwelle vom Wohnzimmer in den Flur zu überwinden. Diese ist immerhin 5 cm hoch! Er schaffte es auch bis zum Bauch, dann waren die Beinchen in der Luft und konnten sich nirgends mehr abstützen. Egal, gelacht hat er trotzdem und sich gefreut wie Bolle. Die Beinchen machten dabei niedliche Schwimmbewegungen.
Und noch was Neues kann er: Hat er doch bisher immer versucht, sich alles in den Mund zu stecken, obwohl dort schon der Schnuller war. Kommt man nun mit dem Fläschchen, macht es “Pffftz” und der Schnuller wird mit Absicht rausgespuckt. Platz für’s Fläschchen, dass wir auch schon versuchen alleine zu halten.
Jeden Tag etwas Neues…





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