Gänsehaut

von Frau Rieke am 07.07.2008, in: Das Leben geht weiter

Hierbei bekomme ich jedesmal Gänsehaut. Vor Begeisterung ob der Musik und wegen Grusel vor der Telefongesellschaft.

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Autor:
Frau Rieke

erstellt am:
7. Juli 2008 21:46

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12 Kommentare


June says:

hmmmm also ich weiß nicht…ja ich bin auch kein fan der telefongesellschaft, aber hey…das nenn ich mal sehr sehr sehr geiles marketing!!! hätt ich ihnen gar nicht zugetraut

Zwergrocker says:

Oh man, jetzt hab ich schon wieder feuchte Augen. Habe den Spot gestern abend das erste Mal gesehen und heftig schlucken müssen - einfach nur schön, nicht? (wenn man mal die letzten Sekunden ausblendet)

[...] 7.Juli 2008 um 22:06 Uhr nachmittags · Gespeichert unter Alltag Vielen Dank auch für diese Einlage! [...]

[...] 7. Juli 2008 in Aktuelles, TV, aus der Welt Ich mag ihn auch. [...]

soulsilence says:

Ich auch. Wobei ich vorgestern dann beim 5. Mal in drei Stunden auch mal weitergeschaltet hab. Aber wenn ich gucke, kommen sie jedes Mal wieder. Gänsehaut und Pipi inne Augen. ;)

OmaBetti says:

Der singt aber auch sowas von geil, was für eine Stimme! Da rückt bei mir die Werbung sowieso total in den Hintergrund.

also ehrlich, ich finde das ganze einfach nur grässlich! diese verballhornung von opernmusik hat etwas groteskes; gesellschaftskultur findet nur noch im fernsehen statt - anstatt dass die leute ins theater oder in die oper gehen, bewundern sie ihr “next british talent” (oder “deutschlands superstar” oder “next idol” oder wie der ganze kram auch immer heißt), der sich ganz unverfroren aus der opernschublade bedient. dafür ist die musik dann noch gut genug (wenn auch zu lang, man hat einfach mal zehn minuten aus der arie rausgekürzt).
brrrr!!!!
*langsamwiederberuhigt* :-)

Hm, darf ich jetzt eine eingängige Melodie nicht mehr schön finden, nur weil sie aus einem Kontext herausgerissen ist und ich nicht die Zeit, gelinde gesagt, die Lust so recht finde, in eine Oper zu gehen? In eine Oper, dessen restliche Musik meinem Ohr vielleicht längst nicht so schmeichelt? Ich finde die Arie doch nicht deswegen wunderschön, weil einer von der Straße wie Du und ich sich bei einem Talentwettbewerb hinstellt und Nessun Dorma singt.

Und was heißt da Verballhornung? Zu der Zeit, in die großen Opern geschrieben wurden, war die Art der Musik genauso Pop(ulär)musik wie heute Popmusik Pop(ulär)musik ist– das Gewäsch um den E-Status der klassischen Musik wird vollkommen überbewertet. Diese im Nachhinein vollkommen übertriebene Heiligsprechung einer Musikrichtung. Und wehe, man geht nicht zu ernst mit dem Thema um, dann ist es gleich, als hätte man in den heiligen Gral gepinkelt.

Entweder mir gefällt etwas und es hat eine eingängige Melodie oder einen eingängigen Rhythmus oder nicht. Ob das Barock, Klassik, Blues, Jazz oder auch Death Metal ist — ich höre Musik nicht aufgrund einer Finesse, sondern zur Befriedung eines inneren Gefühls. Ob das ein Paul Botts ist, ein junger Pavarotti oder ein Sonste-wer ist, das ist mir in dem Moment vollkommen schnuppe.

Ich says:

Da kann ich mich doch nur meinem Vorredner/-schreiber anschließen!! Musik muß ein inneres Gefühl befriedigen. Und das tut sie.

dem kann ich mich ja ebenfalls anschließen. nur: in diesem fall bedeutet mir das ganze eben etwas mehr, und es bleibt, finde ich, doch ein unterschied (popkultur heute oder vor 100/150/200 jahren etc. hin oder her), zwischen dem neuesten song von madonna und einer oper, die sicherlich einerseits emotional berührt (berühren soll/muss), aber andererseits z.b. dramaturgisch “durchkomponiert” ist, von den textlichen/musikalischen rückbezügen etc. ganz zu schweigen.
mich stört auch weniger, dass man mal eine einzelne arie hört oder teile daraus oder einen besonders schönen chor, sondern eher der rahmen und auch, für was so etwas “benutzt” wird.
nojo.

Für welchen Zweck das ausgeschlachtet wird, das steht auf einem anderen Blatt und ist in der störenswert (wie Frau Rieke ja auch zum Ausdruck bringt)

… und ist in der +Tat … ;)