Antreten zum Impfen
So, liebe Eltern, auf geht’s: Wir dürfen uns impfen lassen. Schwangere bitte zuerst. Hey, weitläufige Tests wurden nicht gemacht und Nebenwirkungen sind nicht vollständig untersucht. Na und wenn schon. Werdende Mütter und ungeborene Kinder vor. Pieks! Und neun Monate später: Ja, wo isser denn, der Arm? Wo isses denn, das Bein? Ist ja nicht so, dass wir das schon mal hatten. Nachher will es wieder niemand gewesen sein.
Nein, nein, liebe Politiker. Ihr habt’s mit unseren Steuermitteln gekauft, Ihr dürft’s auch gerne für Euch alleine haben. Viel Spass :)
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22 Kommentare
Lieber überzeichnen als unkritisch…
Wie wäre es mit einem gesunden Mittelmaß? Sachlich, kritisch, zum Beispiel.
So wie Sie etwa?
Die Zeiten sind danach.
als ich heute abend hörte, dass bayern ja jetzt auch ganz viel impfstoff hat und auch gerne teilt und das vorallem auch mit der risikogruppe “schwangere”, da habe ich spontan auch überlegt: was ist mehr risiko? schwanger zu sein und schweinegrippe zu bekommen oder schwanger zu sein und geimpft zu werden?
ich würde mich nicht impfen lassen, wenn ich schwanger wäre. nie im leben nicht. da kann ich auch ma ganz theatralisch werden ;))
Ein wenig Überspitzung ist da auch angebracht. Die meisten Frauenärzte und Hebammen raten dringend von einer normalen (!) Grippeschutzimpfung ab, aber ein ungetestetes Mittel gegen Schweinegrippe, da dürfen Schwangere zuerst ran? Es sollte einen ein bisschen stutzig machen, was nicht nur hier, sondern weltweit geschieht… und ich bin weiß Gott kein Verschwörungstheoretiker.
Aber bitte, was soll denn die Aufregung, es wird doch extra darauf hingewiesen, dass Schwangere nicht diesen tollen Impfstoff mit dem Wirkbeschleuniger nehmen sollen, sondern einfach mal den “normalen” ausprobieren, ähm, wählen sollen.
Wieso kriegen unsere Politiker eigentlich wieder was ganz eigenes?!
Mich bekommt niemand zu irgendeiner dieser Impfnadeln… Niemals nicht…
Interessanter Weise kenne ich bisher keinen (auch keinen aus der Risikogruppe 1) der sich Impfen lassen will (sei es wegen der mangelnden Tets, oder einfach der nicht so kritisch zu betrachtenden Folgen der Schweinegrippe, wie es die Politiker sehen). Wieso hat man nicht vorher Statistiken erhoben um abzuschätzen wieviel Impfstoff tatsächlich benötigt wird, bevor man das Geld zum Fenster heraus wirft.
Naja, zum Fenster ist das Geld ja nicht hinausgeworfen worden.
Sonder hinein in das Fenster der Pharmaindustrie.
Welche Firma produziert eigentlich die Abermillionen Dosen? Oder teilt man da schön brüderlich, reicht ja dennoch für alle.
Ganz ehrlich? Ich hatte auch sofort die 60er im Kopf, als freimütig Schlafmittel an alle Schwangeren verschrieben wurde, das ja gut verträglich ist…
Als Schwangere würde ich dieses Roulette für mein Baby nicht auf mich nehmen - das Risiko wäre mir zu gross!!!! Der Impfstoff wurde jetzt so mit heisser Nadel gestrickt, dass noch keinerlei Nebenwirkungen oder Langzeitstudien bekannt sind. Lieber würde ich nur noch mit Sagrotan in der Handtasche auf die Strasse gehen. ;-)
Vor allem ist es idiotisch, die Apotheken müssen Kontingente von 500 Stück abnehmen - kleinere Einheiten gibt es nicht, das bindet sich auch schon nicht jede Apotheke an’s Bein, weil sie finanziell in Vorleistung gehen müssen…
[...] Ich bin unsicher, verängstigt, frage mich, ob ich mit der Schuld leben könne, sollte mein Baby oder mein Ungeborenes erkranken / geschädigt werden? Durch die Impfung oder die Erkrankung. Diese ernsthafte Sorge und Angst mit Sätzen wie […] Werdende Mütter und ungeborene Kinder vor. Pieks! Und neun Monate später: Ja, wo isser denn,… [...]
@Herr Schwaner: die meisten Frauenärzte empfehlen Schwangeren die “normale” Grippeschutzimpfung im zweiten und dritten Trimester, vgl. auch http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_news_652_1_525.html
eben weil sie nebenwirkungsarm und gut erprobt ist und im Zweifelsfall vor Frühgeburten durch hohes Fieber, Lungenentzündung etc … schützen kann. Tamiflu kann man schwanger nämlich noch weniger schlucken. Ich möchte ehrlich gesagt in der Haut keiner Schwangeren stecken, denn diese Entscheidung für oder gegen H1N1-Impfung ist nicht leicht zu treffen. Was die Profitgier betrifft, wäre eine Bekämpfung der Pandemie mit Tamiflu statt mit Impfung aber wesentlich lukrativer …
Der Impfstoff für die H1N1 setzt aber leider auf einen vollkommen ungetesteten neuen Trägerstoff, anstatt auf den altbewährten, der ebenfalls hätte verwendet werden können.
Und zur Profitgier: Stimmt. Roche verdient natürlich nichts am Impfstoff. Sie produzieren ja auch nur so wenig, dass noch immer nicht hinterherkommen.
Ich sach doch gar nicht, dass die Pharma-Industrie an dieser Impfung NICHT verdient, gar keine Frage, ich meinte nur, sie würde NOCH MEHR verdienen, wenn sie statt der Impfung massenweise Tamiflu verscherbeln könnte … (ich bin doch genau so verunsichert wie alle anderen!)
Ja, die Unsicherheit und Angst ist ein prima Geschäft.
Roche = Tamiflu,
Novartis/GlaxoSmithKline= Impfstoff
Nur mal so.
Herr Schwaner, ich kann Ihren polemischen Eintrag SEHR gut nachvollziehen.
Was mir am Themenkomplex “Schweinegrippe” nämlich am meisten auf die Nerven geht, ist die inzwischen nur noch als abartig zu bezeichnende Informationspolitik und damit verbundene Panikmache.
Jeder Krankheits- oder Todesfall der Schweinegrippe schafft es breit in die Medien, meistens bis in die Tagesschau. Und zwar ganz extrem, seit der Impfstoff zur Verfügung steht und der erwartete Run darauf ausgeblieben ist.
Da wird man doch den Verdacht nicht los, dass da die Informationsschraube noch einmal ordentlich angezogen wird, um die Angst der Menschen so richtig zu schüren und sie damit Richtung Impfung zu schubsen.
Wird über “normale” Influenzakranke oder Todesopfer ebenso breit berichtet? Nein! Oder über die Opfer von Lungenentzündungen? Hepatitis? Ebenfalls nein, denn damit lässt sich in der Masse nicht so rasch Kasse machen wie mit dem neuesten Feindbild Schweinegrippe.
Pro und Contra Impfung ist eine schwere Entscheidung, und um diese fundiert treffen zu können, braucht jeder auf seine spezielle, individuelle Situation abgestimmte, sachliche Informationen. Und keinen reißerischen Boulevard-Journalismus!
Ich weiß, Vergleiche hinken immer, aber mich erinnert die momentane Informationslage an dieses “Gegenstände-auf-der-Autobahn-Ding”. Irgendwann (Jahreszahl wusste ich auch mal, habe gerade nicht die Zeit zu recherchieren) wurde beschlossen, im Rahmen der Verkehrshinweise immer auch auf Gegenstände auf der Autobahn hinzuweisen. Vorher wurde das nur in absoluten Ausnahmefällen getan. Seitdem habe ich bei längeren Autofahrten immer das Gefühl, dass Karawanen auf der Bahn spazieren gehen, ihre Hunde ausführen, Rad fahren, Besen, Planen, Ziegel, Reifen oder andere Ladung verlieren usw.
Ich will damit um Gottes Willen nicht sagen, dass die an Schweinegrippe Erkrankten (oder die Personen auf der Autobahn) verschwiegen werden sollten, aber es wäre geboten, die Relationen nicht aus den Augen zu verlieren!!!
….auch hier hinterlasse ich, ausnahmsweise, mal einen Link(-Tipp) zum Thema - da hat das öffentlich- rechtliche Fernsehen mal eine, wie ich finde, sehenswerte (und unaufgeregte!) TV-Dokumentation aus unseren Gebühren gebacken… ;) Es kommen alle zu Wort und die großen Zusammenhänge werden etwas klarer - die Entscheidung wird natürlich niemandem abgenommen !
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/Angst_vor_der_Schweinegrippe/876524?inPopup=true
LG, Moni





Sie haben in letzter Zeit einen enormen Hang zur Theatralik.