Secondhand-Kleidung? Ja bitte!
Vorweg: Dies ist ein Gastbeitrag von Mamiweb auf unserem Blog. Wir haben für die Möglichkeit, diesen Beitrag, dessen Thema ganz gut zu unserem Artikel über die Textildiscounter-Maschinerie mit ihren Dumpingpreisen und - löhnen aufsetzt, auf unserem Blog zu veröffentlichen, Geld bekommen. Dieses Geld wollen wir notleidenden Kindern in den Slums von Bangladesh zur Verfügung stellen, allerdings haben wir derzeit noch keine geeigneten Ansprechpartner gefunden. Wer Infos/Adressen/Ansprechpartner zu diesem Thema hat, darf uns gerne einen Kommentar hinterlassen.
Immer mehr Menschen bekennen sich, Anhänger von Secondhand-Kleidung zu sein. Längst sind die Klischees überholt, die den Käufern gebrauchter Kleidung anhaftete. Es sind lange nicht mehr die Vertreter alternativer Lebensweisen oder finanziell schwächer gestellter Gesellschaftsschichten. Nein, heute ist es wieder erlaubt, Secondhand-Kleidung zu kaufen und damit in mehrfacher Hinsicht Vorteile für sich und die Umwelt zu erzielen.
Der technische Fortschritt verhalf dazu, dass die Herstellung von Textilien längst nicht mehr so zeitaufwendig und damit effektiver ist, als noch vor wenigen Jahrzehnten. Durch die sich daraus ergebenden Kostensenkungen trat vor allem auch gesellschaftlich eine Veränderung ein. War man früher oft darauf angewiesen, Kleidung mühselig in Handarbeit herzustellen, um das Einkleiden so günstig wie möglich zu halten, beeinflusste das wirtschaftliche Wachstum der Textilindustrie auch den Bedarf und das Kaufverhalten der Verbraucher.
Heutzutage ist es undenkbar, gerade einmal zwei Hosen zu besitzen. Kinder haben nicht mehr genau eine Kombination Kleidung für die Schule und eine Zweite, die nach Schulschluss für den Alltag gewechselt wurde und die sonntägliche Tracht ging über in schicke Kleidung für jeden Tag.
Die Auswirkungen dieser Entwicklungen sind vielfältig. Zum einen ist es heute oft teurer, Kleidung in Handarbeit herzustellen. Dies rührt nicht selten aus den Umständen, unter denen die Textilien hergestellt werden. Einige Textilkonzerne produzieren ihre Ware zu Dumpingpreisen in so genannten Entwicklungsländern, womit der Markt an günstigen Kleidungsstücken gut gesättigt ist. Andere Hersteller setzen dagegen eher auf Klasse statt Masse ihrer Produkte, indem sie zwar aufwendiger und teurer produzieren, dafür jedoch wesentlich höhere Maßstäbe als Anforderung an ihre Ware setzen.
Die Anfänge des Secondhand-Booms entstanden sicherlich aus Kostengründen. Der Endnutzer wollte das schmale Budget schonen und stückzahlmäßig mehr für sein Geld bekommen, als wenn er Neuware kauft. Schnell zeichneten sich aber weitere Vorteile ab, die letztendlich auch unzählige anfängliche Gegner der Secondhand-Kleidung überzeugen konnten.
Viele Kleidungsstücke, gerade bei Kindern, die diese wachstumsbedingt meist nicht lange tragen können, sind noch in gutem Zustand, wenn der Träger sie endgültig ablegt. Durch wachsendes Umweltbewusstsein hat man erkannt, wie unnötig es wäre, diese noch teilweise neuwertigen Kleidungsstücke zu entsorgen und durch im Zustand kaum unterschiedliche Neuware zu ersetzen.
Die Vorteile der Secondhand-Kleidung sind vielfältig. So wird die Umwelt geschont, da weniger Stoffe und Textilien hergestellt und später als Altkleider entsorgt werden müssen. Denn da die Entsorgung zumeist in Verbrennungsanlagen stattfindet, wird durch die Verbrennungsrückstände die Umwelt nachhaltig belastet.
Gerade bei der Neuherstellung der Kleidungsstücke werden den Kleiderstoffen nicht selten Zusätze beigegeben, die sie unanfälliger machen sollen für Einflüsse, die ihre Qualität auf dem Weg zum Endverbraucher mindern könnten. Dies erfolgt in der Regel durch Chemikalien. Durch den Trend zur Secondhand-Kleidung gelangen weniger dieser umweltschädlichen Stoffe in den Kreislauf der Natur, was beispielsweise beim Waschen der Fall ist.
Gebrauchte Kleidungsstücke sind bereits mehrfach gewaschen und damit auch für den Träger weit unbedenklicher, was vor allem für Allergiker ein klarer Vorteil ist. Durch die Industrialisierung wurde auch der Mensch sensibilisiert, was sich vor allem stark in Überempfindlichkeitsreaktionen und Allergien bemerkbar macht. Weniger belastete Kleidung schont also auch die Gesundheit des Menschen.
Der Kauf von Secondhand-Kleidung spricht –neben finanziellen Ersparnissen- für das stetig wachsende Umweltbewusstsein unserer Gesellschaft, ohne dabei auf Auswahl und Menge verzichten zu müssen.
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[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von 24stunden.de und Frau Rieke, Frau Rieke erwähnt. Frau Rieke sagte: #Second-#Hand-#Kleidung? Ja bitte! Gastbeitrag von @Mamiweb bei Familienpolitik http://bit.ly/b60UFJ #Benefiz #Spende #2nd-Hand #Fair [...]




